Lernwissen FISI & FIAE · DNS
Grundlagen verständlich erklärt — für beide IT-Berufe, passend zur IHK-Abschlussprüfung
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DNS — wie aus einem Namen eine IP-Adresse wird

Menschen merken sich Namen, Rechner brauchen IP-Adressen. Das Domain Name System verbindet beides — und ist ein beliebtes Prüfungsthema.

Warum es DNS überhaupt gibt

Ohne DNS müsstest du für jede Webseite eine IP-Adresse auswendig kennen. DNS ist eine weltweit verteilte, hierarchisch aufgebaute Datenbank: Sie ordnet Namen wie www.beispiel.de den zugehörigen IP-Adressen zu — und viele weitere Informationen, etwa welcher Server E-Mails annimmt.

Der Aufbau ist von rechts nach links zu lesen: .de (Top Level Domain) → beispiel (Second Level) → www (Host). Ganz rechts steht die unsichtbare Root-Zone.

Der Weg einer Auflösung

  1. Anfrage an den Resolver: Dein Rechner fragt den eingestellten DNS-Resolver (im Router oder beim Provider).
  2. Rekursive Suche: Der Resolver fragt nacheinander Root-Server, TLD-Server und schließlich die zuständigen Nameserver der Domain.
  3. Autoritative Antwort: Der für die Zone verantwortliche Nameserver liefert den endgültigen Eintrag.
  4. Caching und TTL: Die Antwort wird für die angegebene TTL (Sekunden) zwischengespeichert — deshalb sind Änderungen nicht sofort überall sichtbar.

Transport läuft über UDP Port 53; bei großen Antworten oder Zonentransfers wird auf TCP 53 gewechselt. Verschlüsselte Varianten sind DoT und DoH.

Die wichtigsten Record-Typen

TypBedeutung
AName → IPv4-Adresse (32 Bit)
AAAA („Quad-A")Name → IPv6-Adresse (128 Bit)
CNAMEAlias: verweist auf einen anderen Namen, nicht auf eine IP
MXMailserver der Domain, mit Priorität (kleine Zahl = bevorzugt)
PTRUmgekehrte Auflösung: IP → Name (Reverse-Lookup)
NSZuständiger Nameserver der Zone
SOAVerwaltungsdaten der Zone (Seriennummer, TTL, Verantwortlicher)
TXTFreitext, z. B. SPF/DKIM/DMARC gegen E-Mail-Spoofing
SRVDienst auf bestimmtem Host und Port (z. B. Active Directory)

Typische Prüfungsfallen

  • A mit AAAA verwechseln: IPv4 = A, IPv6 = AAAA.
  • CNAME für die Zonenspitze: Der Alias darf nicht für den Domainnamen selbst stehen — dafür braucht man A/AAAA.
  • MX ohne Priorität: Erst der Prioritätswert legt die Reihenfolge fest.
  • Umgekehrt denken: Name → IP ist der Normalfall (A/AAAA), IP → Name der Sonderfall (PTR).
  • TTL ignorieren: „Änderung kommt nicht an" ist meistens laufendes Caching.

Im Betrieb relevant

Ein Forwarder leitet Anfragen an einen externen Resolver weiter, ein Zonentransfer (AXFR/IXFR) verteilt die Zone auf einen Sekundär-Nameserver für Ausfallsicherheit. In Active-Directory-Umgebungen ist DNS der zentrale Dienst für die Domänenanmeldung.

Weiter üben

Das Grundlagenwissen steht hier frei — geübt wird in der Lernplattform: über 1.300 Prüfungsfragen mit ausführlicher Erklärung zu jeder Antwort, Fortschritt im eigenen Konto.

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