Lernwissen FISI & FIAE · UML & Modellierung
Grundlagen verständlich erklärt — für beide IT-Berufe, passend zur IHK-Abschlussprüfung
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UML & Modellierung — erst zeichnen, dann coden

Prüfungsaufgaben lassen Klassendiagramme ergänzen oder bewerten. Die Notationsregeln sind streng, aber wenige — wer sie kennt, hat die Aufgabe meist sicher.

Warum modelliert man

Modelle machen eine Lösung besprechbar, bevor Code entsteht. Fehler in der Modellierung sind billig zu beheben — umgesetzte Fehler sind teuer. Genau deshalb wird in der FIAE-Prüfung geprüft, ob man Diagramme lesen und ergänzen kann.

Klassendiagramm — das wichtigste Diagramm

Es zeigt Klassen mit Attributen und Methoden sowie ihre Beziehungen:

ElementNotation
KlasseRechteck, drei Abschnitte: Name / Attribute / Methoden
Sichtbarkeit+ public, − private, # protected, ~ package
Assoziationdurchgezogene Linie — „kennt"
VererbungLinie mit leerem Dreieck zur Oberklasse
Kompositiongefüllte Raute am Ganzen — Teil existiert nicht ohne Ganzes
Aggregationleere Raute — Teil kann auch allein bestehen
Multiplizität1, 0..1, *, 0..*, 1..*

Lesebeispiel: Kunde 1 —— 0..* Bestellung heißt: Ein Kunde kann keine oder beliebig viele Bestellungen haben, jede Bestellung gehört genau einem Kunden.

Die häufigsten Fehler: Aggregation und Komposition vertauscht, Multiplizität auf der falschen Seite eingetragen, Vererbungspfeil vergessen, Sichtbarkeit als + bei Attributen gesetzt, die gekapselt sein sollten.

Use-Case-Diagramm

Zeigt von außen, was das System leisten soll — ohne Technik:

Der Klassiker: include = immer, extend = nur manchmal. Wer das vertauscht, verliert die Aufgabe.

Aktivitäts- und Zustandsdiagramm

ER-Modell für Datenbanken

Vor der Datenbank steht das Entity-Relationship-Modell:

n:m-Beziehungen müssen beim Übergang ins relationale Modell über eine Zwischentabelle aufgelöst werden — mit den Primärschlüsseln beider Seiten als zusammengesetztem Schlüssel.

Typische Prüfungsfallen

  • include/extend vertauscht.
  • Vererbung und Assoziation verwechselt: „erbt von" gegen „hat einen Zeiger auf".
  • n:m nicht aufgelöst im relationalen Modell.
  • Diagramm mit Implementierungsdetails gefüllt: Das Use-Case-Diagramm bleibt fachlich.
  • Multiplizität fehlt ganz — bei Prüfungsaufgaben oft der eigentliche Bewertungspunkt.

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